Freitag, 19. September 2025, 14.00 – 17.30 Uhr, Generationenhaus, Bahnhofplatz 2, Bern
Die KSFD hat eine Studie zu den Langfristperspektiven der städtischen Finanzen in Auftrag gegeben. Die Studie soll herausfinden, welche Faktoren zum prognostizierten Anstieg der städtischen Schuldenquote führen. Die Ergebnisse der Studie werden an der KSFD-Fachveranstaltung von Ecoplan präsentiert. Das Thema der Langfristperspektiven der städtischen Finanzen wird durch ein Referat von Dr. Peter Sinelli, Dozent an der ZHAW, Abteilung Public Sector, sowie städtischen Beispielen der Finanzpolitik von weiteren Sichtwinkeln beleuchtet werden. Die Veranstaltung soll zudem einen Austausch zwischen den KSFD-Mitgliedern und weiteren interessierten Kreisen ermöglichen.
Studie
Präsentationen
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Die Konferenz der städtischen Finanzdirektorinnen und -direktoren (KSFD) hat ihre alljährliche Mitgliederversammlung in Bern abgehalten. Dabei wurden Melanie Mettler (glp, Bern) und Beat Feurer (SVP, Biel) in den KSFD-Vorstand gewählt. Dr. Markus Notter, Zürcher Alt-Regierungsrat hielt im Anschluss der Versammlung ein Gastreferat zum Thema «Nach jeder Krise kommt die Analyse – und was lernen wir wirklich?».
Die Konferenz der städtischen Finanzdirektorinnen und -direktoren (KSFD), welche mittlerweile 39 Mitglieder zählt, hielt am 16. Mai 2025 ihre Mitgliederversammlung ab und blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. So konnte sie sich aktiv zu verschiedenen aktuellen finanzpolitischen Themen, wie zum Beispiel zur Individualbesteuerung einbringen. Ebenfalls blickt die Konferenz auf eine erfolgreiche Fachveranstaltung zurück. Bei den angestandenen Wahlen komplementierten die Sektionsmitglieder mit Melanie Mettler, Direktorin für Finanzen, Personal und Informatik der Stadt Bern, sowie Beat Feurer, Finanzdirektor der Stadt Biel den KSFD-Vorstand.
Beat Feurer ist seit 2013 Mitglied des Gemeinderats in Biel. Die ersten zehn Jahre war er Leiter der Direktion Soziales und Sicherheit. Seit 2023 ist Beat Feurer Finanzdirektor und trägt die Verantwortung für die Abteilung Liegenschaften, Informatik und Logistik.
Melanie Mettler ist seit anfangs 2025 Gemeinderatsmitglied der Stadt Bern und Direktorin für Finanzen, Personal und Informatik. Zuvor war sie von 2019 bis 2024 Berner Vertreterin im Nationalrat. Melanie Mettler war ebenfalls vier Jahre lang Vize-Präsidentin der glp Schweiz
Die beiden folgen auf Urs Marti (FDP, Chur) und Michael Aebersold (SP, Bern), die aufgrund der Niederlegung ihres städtischen Amtes den Vorstand auf Ende 2024 verlassen haben.
Nach dem statutarischen Teil der Mitgliederversammlung sprach Dr. Markus Notter, Zürcher Alt-Regierungsrat und ehemaliger Vorsteher der Direktion der Justiz und des Innern, als Gastreferent.
Dr. Notter erzählte von seiner langjährigen Erfahrung als Politiker und erläuterte Regierungsmethoden und -Prozesse, Kommunikation und Zusammenarbeit und deren Anpassung an Krisensituationen. Er appellierte an die Verantwortung von Behörden gegenüber der Bevölkerung und zeigte anhand von eindrücklichen Beispielen die Chronologien von Krisen und deren Bewältigung auf.
Die KSFD wird sich auch im aktuellen Jahr weiterhin dafür einsetzen, dass die Städte bei wichtigen finanz- und steuerpolitischen Vorlagen rechtzeitig bei der politischen Ausarbeitung miteinbezogen werden. So haben sie sich aktiv an der Vernehmlassung zum Entlastungspaket 27 eingebracht und werden das Geschäft im politischen und medialen Weg weiterverfolgen.
Weitere Informationen: Franziska Bitzi Staub, Präsidentin der KSFD, Finanzdirektorin der Stadt Luzern, 041 208 71 07.
Mitgliederversammlung KSFD: Melanie Mettler und Beat Feurer als Vorstandsmitglieder gewählt
Die Schweiz wächst – und sie wird urbaner. Mit einer Studie untersuchte die Konferenz der städtischen Finanzdirektorinnen und Finanzdirektoren (KSFD) das unterschiedliche Wachstum der städtischen Gemeinden und welche Auswirkungen das Bevölkerungswachstum auf diese hat.
Heute leben drei Viertel der Schweizer Bevölkerung in Städten und Agglomerationen. Durch ein andauerndes Bevölkerungswachstum wird die Schweiz immer urbaner. Das Wachstum verändert auch die Gemeindefinanzen. Die Konferenz der städtischen Finanzdirektorinnen und Finanzdirektoren (KSFD) wollte das unterschiedliche Wachstum in den städtischen Gemeinden untersuchen und gab bei EBP Schweiz eine Studie in Auftrag. Diese zeigt: Das Bevölkerungswachstum der städtischen
Räume ist Ausdruck ihrer Attraktivität. Die starke wirtschaftliche Dynamik, vielfältige Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten, eine gut ausgebautes öffentliches Verkehrsangebot und die hohe Lebensqualität mit einem breiten Angebot an Kultur- und Freizeitangeboten ziehen Unternehmen und Haushalte gleichermassen an. Die Standortattraktivität führt dazu, dass auch die internationale Zuwanderung weiter anhält. Sie ist, relativ zur Bevölkerungszahl, in den Zentren am ausgeprägtesten. Ausserdem weisen die Städte, insbesondere die Grosszentren, generell eine jüngere Bevölkerungsstruktur auf als die übrigen Räume. Ein starkes Bevölkerungswachstum geht meist mit einer Verjüngung bzw. einer reduzierten Alterung der Bevölkerung einher.
Die finanziellen Auswirkungen des Wachstums bleiben meist unklar
Die Studie untersuchte zudem den Zusammenhang zwischen Bevölkerungsentwicklung und Stadtfinanzen. Eine einfache, geschweige denn allgemeingültige Antwort darauf gibt es nicht. Insgesamt lässt sich dennoch sagen, dass sich die Finanzsituation der Städte aufgrund des Städtetyps (Zentrumsfunktion) und der Grössenklasse (Anzahl Einwohnerinnen und Einwohner) teilweise deutlich unterscheidet. Dem gegenüber hat das Bevölkerungswachstum über alle Städte hinweg einen untergeordneten Einfluss auf die Entwicklung der Finanzsituation der Städte. Erkennbar ist ein Einfluss des Wachstums auf die Infrastrukturinvestitionen. Ersichtlich sind höhere Pro-Kopf-Investitionen, insbesondere in den Bereichen Bildung, Freizeit/Sport, Gesundheit, Verkehr und Wohnen. In der laufenden
Rechnung lassen sich bei einem stärkeren Wachstum in einzelnen Bereichen ansatzweise Skaleneffekte erkennen, etwa in der Verwaltung oder dem Verkehr.
Neben dem Bevölkerungswachstum beeinflusst auch die demografische Struktur die städtischen Finanzen. Am deutlichsten sichtbar wird dies im Bildungsbereich. Die Bildungsausgaben und insbesondere die Investitionen in Schulbauten sind in den wachsenden Städten markant gestiegen. Kurzfristig hat demnach eine jüngere Bevölkerung neben positiven Effekten etwa für den Arbeitsmarkt auch ihren Preis. Längerfristig sind die Städte damit von den negativen Effekten des demografischen Wandels aber deutlich weniger stark betroffen.
Handlungsfelder für die Schweizer Städte
Die Studie skizziert fünf Handlungsfelder, mit denen Städte auf das Wachstum und dessen Folgen reagieren können. An der diesjährigen KSFD-Fachveranstaltung haben sich die Mitglieder dazu ausgetauscht, wobei auch konkrete Praxisbeispiele aus den Städten Bern und Meyrin vorgestellt wurden. Hendrik Budliger, Gründer Demografik, hat zudem in einem Gastreferat einen Ausblick zur zukünftigen demografischen Entwicklung in den Schweizer Städten geben.
Auskunft
- Michael Felber, Geschäftsführer Konferenz der städtischen Finanzdirektorinnen und -direktoren KSFD: michael.felber@staedteverband.ch / 031 356 32 32
- Benjamin Fröhlich, Leiter Kommunikation Städteverband: benjamin.froehlich@staedteverband.ch / 031 356 32 44
Informationen zur Fachveranstaltung und Bericht: